
Das Thema „Grenzen“ ist heutzutage aktueller denn je. Diesem Thema widmet sich auch die Ausstellung „Frontières“, die vom 2. bis 26. Februar läuft und zu der wir Sie ganz herzlich einladen. Sie findet in der Universität Mannheim im EO-Forum zu den üblichen Öffnungszeiten der Uni statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Den Auftakt bildet eine Vernissage am 30. Januar um 18 Uhr im Raum EO 159. Zu Gast ist die französische Politikwissenschaftlerin und Spezialistin für Migrationsfragen Catherine Withol de Wenden. Sie wird über „Grenzüberschreitungen – Kontrolle, Angst und Hoffnung in Migrationsprozessen“ sprechen. Das Gespräch ist auf Französisch und wird ins Deutsche gedolmetscht. Moderiert wird die Vernissage von der Mannheimer Uni-Professorin Dr. Juliane Tauchnitz. Professorin Dr. Cornelia Ruhe von der Philosophischen Fakultät begrüßt die Gäste. Im Anschluss gibt es einen Empfang, und die Ausstellung wird offiziell eröffnet.
Die Tafeltexte zu den bei „Frontières“ ausgestellten Bildern sind auf Französisch. Für diejenigen, die kein oder nur wenig Französisch sprechen, steht ein Heft mit den entsprechenden deutschen Texten zu Verfügung. Alternativ gibt es auch einen QR-Code, über den die Texte auf dem Handy auf Deutsch vorgelesen werden. Zusätzlich bietet die Romanistin Dr. Marianne Gretz am 5., 12. und 25. Februar Führungen auf Deutsch durch die Ausstellung an.
Bitte beachten Sie: Die in unserer gedruckten Kulturbroschüre erwähnte Finissage, die für den 25. Februar geplant war, müssen wir leider absagen.
Zur Ausstellung: Die Grenzen des 21. Jahrhunderts sind überall: im Schatten der Mauern, die auf der ganzen Welt errichtet werden, auf den Fingerabdrücken von Reisenden und Asylsuchenden, in Lagern, in denen Tausende von Menschen im Exil leben, oder im Alltag von Grenzarbeitern. Grenzen sind mehr als feste Grenzlinien, sie entwickeln sich und verschieben sich in Zeit und Raum, je nach politischen und wirtschaftlichen Ereignissen. Sie zeigen sich heute in einer Vielfalt von Punkten und Formen und prägen unsere individuellen und kollektiven Erfahrungen. Dennoch ließ der Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 eine Welt ohne Grenzen erwarten, in der Menschen und Waren sich frei bewegen können. In Wirklichkeit werden die Grenzen der globalisierten Welt für einige reaktiviert und verstärkt, während sie für andere geöffnet und verwischt werden.
Anhand historischer, geografischer, wirtschaftlicher und menschlicher Realitäten bietet diese vom Musée national de l’histoire de l’immigration konzipierte Ausstellung die Möglichkeit zu verstehen, wie Grenzen aufgebaut wurden und sich entwickelt haben, jenseits der Dichotomie zwischen Öffnung und Schließung, zwischen Inländern und Ausländern, zwischen Wirtschaftsmigranten und politischen Geflüchteten. Dank kartografischer Darstellungen werden Größenordnungen und Proportionen in die Darstellungen eingeführt und die Relativität der Daten betont.
Diese Ausstellung hinterfragt die Ursachen der zunehmenden Migrationsbewegungen auf allen Kontinenten. Es geht darum, die oft nicht wahrgenommen Menschen sowie die Grenz-„Praxis“ in ihrer Vielfalt ins Licht zu rücken und eine Analyse dessen durchzuführen, was heute an den Grenzen stattfindet.
Wir danken herzlich unseren Koopoerationspartnern: Musée de l’histoire de l’immigration – Palais de la Porte Dorée, CCFA Freiburg, IF Stuttgart, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Universität Mannheim.
| Termin: | 2. bis 26. Februar 2026 |
| Ort: | Universität Mannheim im Schloss, EO-Forum |
| Sprache: | Französisch (mit deutschen Texten in einem Begleitheft oder per QR-Code zum Hören abrufbar) |
| Eintritt: | frei |
| Anmeldung: | nicht erforderlich |
